Deutsches Eigenkapitalforum 2016 - Geschäftsideen treffen Investoren

24. Nov 2016

Deutsches Eigenkapitalforum 2016 - Geschäftsideen treffen InvestorenEin Nachbericht

20 Jahre Deutsches Eigenkapitalforum – und auch im Jubiläumsjahr war das Forum wieder erfolgreich darin, Unternehmen verschiedener Größen und Branchen mit institutionellen Investoren, Analysten sowie diversen Kapitalgebern zusammenzubringen.

Titel: Deutsches Eigenkapitalforum

Nach der Begrüßung durch Hauke Stars, Mitglied des Vorstands, Deutsche Börse AG, stand der erste Tag ganz im Zeichen der Frage „Mehr Börsengänge in Deutschland? Wohin steuert der Kapitalmarkt in den nächsten 20 Jahren?“ Dabei ging es darum, dass sich in Deutschland kleinere und mittlere Unternehmen bisher vorwiegend über Banken finanzieren, sich aber zukünftig wahrscheinlich mehr auf einen funktionierenden Kapitalmarkt verlassen müssen.

Der Höhepunkt des ersten Nachmittags war die Keynote Speech von Carsten Kengeter, CEO Deutsche Börse AG, in der er ein neues Börsensegment für Wachstumskapital ankündigte. Es soll vor allem kleineren und mittleren Unternehmen dabei helfen, das notwendige Kapital aufzubringen, damit sie auf die Herausforderungen aus Industrie 4.0 und Digitalisierung reagieren können.

Die Ankündigung des neuen Segments wurde an allen drei Tagen der Veranstaltung viel diskutiert. Der überwiegende Tenor der Kommentare war „Ein notwendiger und richtiger Schritt. Jetzt soll man dem Segment die Zeit lassen, sich sicher und systematisch aufzubauen.“

Venture Day: überzeugende Ideen gesucht

Zeit und das richtige Timing standen auch im Mittelpunkt des Venture Day am Mittwoch, den Alexander von Preysing, Head of Investment Management, Deutsche Börse Venture Network und Patrick Kalbhenn, Presse-Sprecher Deutsche Börse, eröffneten. Hier ging es in der Diskussion zwischen Unternehmen, Beratern und Investoren vor allem um zeitliche Orientierung, Strategie und eine aktive Positionierung - drei essenzielle Faktoren für den Erfolg von Start-ups.

Auch die Diskussion „Die neuen Grenzen der FinTech: Technologien und Software im Banking - neue Werte schaffen“ fand viel Beachtung. In den letzten vier Jahren hat sich das Investment von Venture Capital in FinTech um 600 Prozent erhöht. Eine neue Welle von unternehmerischen Aktivitäten könnte hier über die nächsten zehn Jahre das weltweite Finanzsystem wie wir es heute kennen für immer verändern.

Im Panel war auch Viktor Gomez, Senior Vice President, DB1 Ventures, der die drei wesentlichen Kriterien aufzeigte, nach denen die Deutsche Börse-Tochter ihre Partner auswählt: „Ist die Idee überzeugend, ist sie skalierbar und ist das richtige Team am Start?“

Über den Tag hinweg stellten sich in 10-minütigen „Pitches“ immer wieder Unternehmen aus dem Deutsche Börse Venture Network vor, die noch nicht börsengelistet sind und Kapital für eine weitere Finanzierungsrunde suchen. Darunter auch figo aus Hamburg, ein Service Provider der sich auf die Bankeninfrastruktur der Zukunft fokussiert hat und an dem die Deutsche Börse soeben einen Anteil erworben hat.

Das Sheraton Frankfurt Airport Hotel war Treffpunkt für mehr als 5.000 Besucher und 200 Unternehmenspräsentationen. Und auch die 15 Prozent mehr Anfragen nach one-on-one Gesprächen als im Vorjahr beweisen, dass das Deutsche Eigenkapitalforum eine echte Dialogveranstaltung ist und bleibt, die relevante Gruppen zusammenführt und auf der alle Fragen zwischen Unternehmen und Investoren auf Augenhöhe diskutiert und besprochen werden können.