Monatsbericht: Clearstream bereitet sich auf CSD-Regulierung vor

Datum: 17. Jul 2017 | Clearstream

Monatsbericht: Clearstream bereitet sich auf CSD-Regulierung vor

CSDR soll Europäische Abwicklungslandschaft weiter vereinheitlichen und Absicherung von Vermögenswerten verbessern / Anträge für CSD-Lizenzen sind bis Ende September 2017 zu stellen / Schutz von Vermögenswerten ist für Clearstream zentrales Anliegen

Im Herbst steht ein weiterer Meilenstein bevor: Deutsche Börse-Tochter Clearstream beantragt gemäß der Verordnung über Wertpapierzentralverwahrer (Central Securities Depository Regulation, CSDR) die neuen CSD-Lizenzen. Die neue Regulierung verlangt von europäischen CSDs, ihre Anträge bis zum 30. September 2017 bei den lokalen Regulatoren einzureichen. Zulassungen sollen dann voraussichtlich ab Mitte Mai 2018 erteilt werden.

Dies ist ein erster Schritt, um die Sicherheit und Stabilität der Europäischen Kapitalmärkte nach der globalen Finanzkrise noch weiter zu stärken. Als der neue regulatorische Pfeiler der Branche hat die CSDR zum Ziel, die unterschiedlichen CSD-Regeln in Europa zu vereinheitlichen und somit gleiche Voraussetzungen für die gesamte Branche zu schaffen. Außerdem soll sie die rechtlichen und operativen Bedingungen für die EU-weite, grenzüberschreitende Abwicklung über TARGET2-Securities (T2S) verbessern.

Für Clearstream ist der Schutz von Vermögenswerten bereits heute ein Hauptanliegen: „Wir verwahren Wertpapiere aus der ganzen Welt, rund 70 Zentralbanken vertrauen ihre Vermögenswerte Clearstream an,“ sagt Marc Robert-Nicoud, CEO der Clearstream Holding AG. „Wir sind der ‚sichere Hafen‘ für unsere Kunden. Für uns hat es höchste Priorität, dass unsere Kunden sich darauf verlassen können, dass ihr hinterlegtes Vermögen bei uns in sicheren Händen ist.“

CSDR ist ein weiteres Teil in diesem Puzzle: Die neue Regulierung will systemische Risiken in den Finanzmärkten verringern, indem sie Customer Onboarding und Risikomanagement-Protokolle adressiert, Kapitalanforderungen und Governance verbessert, und einen europäischen Pass für CSDs einführt.

Mit seinen Hauptsitzen in Luxemburg und Frankfurt unterliegt Clearstream strengsten Regulierungsstandards, wenn es um den Schutz von Kontoinhabern und Endanlegern geht. Clearstream verfügt bereits über eine strikte „Know-Your-Customer-Richtlinie“ (KYC) und arbeitet mit dem fortschrittlichsten Ansatz für das operative Risikomanagement nach den Basel II-Empfehlungen.

Die CSDR wirkt sich auch unmittelbar auf die Kunden von Zentralverwahrern aus – beispielsweise durch neue Vorschriften zur Abwicklungsdisziplin, mit obligatorischen Eindeckungskäufen und Strafzahlungen, wenn die Abwicklung scheitert, sowie internalisierten Abwicklungsberichten. Clearstream unterstützt seine Kunden dabei, sich auf diese neuen Anforderungen einzustellen.

Im Juni 2017 verwahrte Clearstream ein Gesamtvermögen von 13.460 Milliarden Euro, ein stabiler Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zu 12.993 Milliarden Euro im Juni 2016. Die Zahl der abgewickelten internationalen Transaktionen und das im Kundenauftrag verwahrte Vermögen als Geschäftstreiber haben im vergangenen Monat insgesamt ein Wachstum verzeichnet.

Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream, als Teil der Gruppe Deutsche Börse, die Post-Trade-Infrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 56 Inlandsmärkten weltweit bereit. Als Zentralverwahrer (CSD) mit Hauptsitz in Frankfurt, bietet Clearstream darüber hinaus die Nachhandelsinfrastruktur für den deutschen Wertpapiermarkt und bietet Zugang zu einer wachsenden Anzahl internationaler Märkte. Mit einem verwahrten Vermögen von 13 Bio. € ist Clearstream einer der weltweit größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere.