Prime Standard für Unternehmensanleihen

Prime Standard für UnternehmensanleihenDas Premiumsegment für die Fremdkapitalaufnahme

Mit dem Prime Standard für Unternehmensanleihen bietet die Deutsche Börse großen mittelständischen und international agierenden Unternehmen die Möglichkeit, Fremdkapital über die Börse aufzunehmen. Der Prime Standard für Unternehmensanleihen richtet sich an anerkannte Marktführer, die zugleich ihre internationale Wettbewerbsposition und Reputation mit einer Anleiheemission stärken wollen.

Der Zugang zum Prime Standard für Unternehmensanleihen erfolgt über die Zulassung zum Regulierten Markt. Der Antrag auf Teilnahme am Segment ist sowohl vom Emittenten als auch von einem Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut zu stellen. Die Teilnahmebedingungen sowie die einzelnen Folgepflichten sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG für die Teilnahme am Prime Standard für Unternehmensanleihen geregelt.

Inhaltsverzeichnis

Wesentliche Teilnahmevoraussetzungen

  • Nationale Rechnungslegung (für Emittenten mit Sitz innerhalb der EU-Staaten) oder International Financial Reporting Standards (IFRS)
  • Platziertes Anleihevolumen von mind. 100 Mio. Euro
  • Stückelung der Anleihe in Teilschuldverschreibungen von 1.000 Euro
  • Übermittlung folgender Unterlagen:
    • Unternehmens- oder Anleiherating, Bonitätsurteil, Zusammenfassung des Ratingsberichts
    • Unternehmens- und Anleihekurzporträt
    • Unternehmenskalender
    • Geprüfter Jahresfinanzbericht bzw. Jahresabschluss

Die Anleihe muss an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) zum Regulierten Markt zugelassen sein. Die Zulassung zum Regulierten Markt erfordert die Vorlage eines gültigen Wertpapierprospekts. Für die Teilnahme selbst ist kein Prospekt erforderlich. Zulässige Wertpapierarten sind Inhaberschuldverschreibungen. Die Wertpapiere müssen über Clearstream lieferbar sein.

Für Emittenten, deren Aktien einem der Auswahlindizes DAX® oder MDAX® angehören, sind Ausnahmen möglich.