Nennwert

Nennwert

Auf einem Wertpapier aufgedruckter Betrag, der den Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft angibt.

Der Nennwert gibt den betragsmäßigen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) an, der auf jede einzelne Aktie entfällt. Wenn eine AG ein Grundkapital von einer Million Euro aufweist, kann sie z. B. 200.000 Aktien mit einem Nennwert von je fünf Euro ausgeben. Der Mindestnennwert für Aktien liegt in Deutschland derzeit bei einem Euro – die AG aus dem Beispiel könnte also auch eine Million Aktien emittieren. Der Nennwert wird als Währungsbetrag auf die Aktien aufgedruckt. Die Summe des Nennwertes aller Aktien, das sogenannte Aktienkapital, entspricht dem Grundkapital.

Aktien, auf denen ein Nennwert aufgedruckt ist, heißen Nennwertaktien. Dieser aufgedruckte Nennwert gibt an, in welcher Höhe Aktionäre am Grundkapital einer AG beteiligt sind.

Seit der Euro-Einführung ist es auch möglich, nennwertlose Aktien, sogenannte Quoten- oder Stückaktien zu emittieren.

Der Nennwert unterscheidet sich vom Börsenpreis der Aktie, da er ebenso wie das Grundkapital konstant bleibt und nicht aus dem Ergebnis von Angebot und Nachfrage ermittelt wird. Der Anteil, den ein Aktionär am Grundkapital einer AG besitzt, wird bei steigenden Kursen nicht größer oder bei fallenden Kursen nicht kleiner. Das Beteiligungsverhältnis bleibt gleich – ähnlich einer Torte, die insgesamt wächst oder schrumpft, deren Anzahl der Kuchenstücke jedoch gleich bleibt.

Das Grundkapital kann durch eine Kapitalerhöhung oder -herabsetzung verändert werden. Dies wirkt sich auf die Zahl der ausgegebenen Aktien und somit auf deren Nennwert aus.

Für Schuldverschreibungen und Aktienanleihen gelten bezüglich des Nennwertes andere Regelungen.

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